Föderalismus, Dezentralisierung, Studios und Programme

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Die Medienvielfalt ist den Schweizerinnen und Schweizern Herzenssache. Sie ist uns ein zentraler Wert, weil sie es uns ermöglicht, den unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Be- und Empfindlichkeiten in unserem Land Ausdruck zu verleihen.

Die Frage, die sich für die Schweiz stellt, lautet: Wie kann diese Vielfalt in einem medialen Umfeld unter Druck weiterhin gelebt werden? Die wirtschaftlichen Modelle für den Printbereich werden hinterfragt, die Werbung flüchtet auf die digitalen Plattformen, das Publikum wird immer unbeständiger, Videos werden auf alle möglichen Screens exportiert, Audios künftig vermehrt zur Interaktion (Stichwort Chatbots) eingesetzt.

Das Überdenken und Infragestellen macht nicht vor den Service-public-Unternehmen halt. Auch sie müssen sich anpassen und ihre Kosten senken, um die Programmleistungen halten zu können. Das gilt auch für die SRG.

Als sie die Absicht bekanntgab, ihren Immobilienpark umzustrukturieren und die genutzten Flächen um ein Viertel zu verringern, trat die SRG eine Riesendebatte los, vor allem in Bern. Die Stadt ist wegen der Verlegung eines Teils der Radioredaktion nach Zürich besonders betroffen. Aber auch aus Genf und Lausanne kamen Reaktionen.

Im Hintergrund dieser leidenschaftlich geführten Debatte stellt sich die Frage nach dem Föderalismus. Worum geht es dabei: um die Studios oder ums Programm?

Gilles Marchand
Generaldirektor SRG SSR

 

Interview im «SonntagsBlick», erschienen am 23. September 2018

Interview in der Sendung «19h30» von RTS vom 19. September 2018

 

 

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