Gilles Marchand

Geheimnisvolles Greyerzerland

«Anomalia» ist keine Fernsehserie wie alle anderen, nicht nur weil sie in einer ganz eigenen Erzählweise ein ganz eigenes Universum heraufbeschwört, wie man es bei RTS noch nie gesehen hat. Sie ist auch deshalb nicht wie die anderen, weil sie mit dem hochkarätigen Regisseur Pierre Monnard und den Darstellern Natacha Régnier, Isabelle Caillat, Claude-Inga Barbey, Didier Bezace, Patrick Lapp und Jean-Charles Simon auf ein fantastisches Team zählen kann. « Anomalia » ist besonders, weil das in der Serie allgegenwärtige Greyerzerland mit faszinierenden Landschaften und mysteriösen Orten überrascht.

Faszinierende Landschaften, mysteriöse Orte

An den Drehorten im Greyerzerland wurde alles für die Schauspieler und Techniker getan, um den Dreh zu vereinfachen. Zu Recht, denn die Region dürfte dank dieser Serie weit über ihre Grenzen hinaus bekannt werden. Mit der Ausstrahlung auf RTS wird sie zuerst in der Westschweiz ein breites Publikum erreichen. Aber auch die Deutschschweiz kommt nicht zu kurz, da unsere Kolleginnen und Kollegen bei SRF die Serie synchronisieren werden. Auch im Ausland fand «Anomalia» grossen Anklang, etwa am Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg und am Festival Série Series im französischen Fontainebleau.

Wir beglückwünschen unseren Koproduktionspartner «Point Prod» und in erster Linie Jean-Marc Fröhle, der Executive Producer dieser Serie war und viel Fingerspitzengefühl und Effizienz bewies. Ein grosses Lob geht auch an Françoise Mayor, Leiterin des Ressorts Spielfilm bei RTS, und ihr kleines Team sowie die Technikerinnen und Techniker von RTS, die sich trotz Hindernissen unermüdlich für diese Westschweizer Filmproduktion einsetzten.

« Point Prod » ist eine Westschweizer Produktionsfirma, die es in Zusammenarbeit mit RTS immer wieder schafft, die Probleme unserer Region mit ihren engen Dimensionen und ihrer ungenügenden kritischen Masse zu überwinden, um hochwertige Spiel- und Dokumentarfilme zu drehen.

Kleiner Markt, grosse Ideen

Die Partnerschaft zwischen dem öffentlichen Fernsehen und den unabhängigen Produzenten ist (über)lebenswichtig für unsere französischsprachige Region im Schatten der Deutschschweizer Mehrheit und ihres mächtigen französischen Nachbarn. Lösungsorientiertes und innovatives Denken tragen dazu bei, dass wir die engen Grenzen unseres Marktes und unseres Budgets überwinden können. Ohne Spielfilme könnten wir nicht erzählen, wer wir sind und wofür unser Kulturraum steht.

Diese Tatsache muss man den Zweiflern, die den Service public beschneiden wollen, immer wieder vor Augen führen.

Nicht jede Produktion ist rentabel und eine privatisierte Westschweizer Produktion liesse sich mit Sicherheit nicht am Markt refinanzieren. Dies ist kein Grund, auf eigene Produktionen zu verzichten.

RTS ist stolz darauf, dass wir Geschichten aus unserer Region zeigen, die unsere Kulturen und unsere gesellschaftliche Vielfalt zur Geltung bringen und mit denen wir uns vor unseren grossen Nachbarn nicht zu verstecken brauchen.

Also, verpassen Sie «Anomalia» nicht: Samstagabend zur Primetime auf RTS oder wann immer Sie wollen auf rts.ch

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