Gilles Marchand

«Wenn es ernst wird, ist auf den Service public Verlass»

Die Covid-19-Krise stösst zahlreiche aussergewöhnliche, neuartige Initiativen an. So hat Thomas Renggli in nur wenigen Tagen eine Reihe an Gesprächen mit Verantwortlichen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Schweizer Gesellschaft geführt und jetzt in einem Buch veröffentlicht. Seine Ausgangsfragen lauten schlicht und einfach: Was lernen wir aus der Krise? Was nehmen wir mit? Wie wird sie die Zukunft unseres Landes prägen?

Das hier publizierte Gespräch dreht sich um die Medien und die SRG.

Ob bei den dringlichen Warnungen zu Beginn der Epidemie, der Begleitung des Publikums durch die Krise oder in der Zeit der Fragen und Debatten – die SRG war stets zur Stelle. Die Nutzerinnen und Nutzer fanden sich in grosser Zahl auf SRF, RTS, RSI, RTR und SWI ein. Die Rückkehr zum linearen Fernsehen hat eine Art «virtuellen audiovisuellen Dorfplatz» wiederbelebt, vom Bedürfnis getragen, die Krise zeitgleich und zusammen zu durchleben.

Gleichzeitig drängen sich zahlreiche Fragen auf. Trotz der hohen Nutzungszahlen sind die Medien wegen der rückläufigen Werbeeinnahmen so fragil wie nie. Die strukturelle Krise bedroht die Medienlandschaft nach wie vor, allen Anstrengungen zum Trotz. Die Rückkehr zur Normalität wird hart.

Die neuen Arbeitsbedingungen im Homeoffice sind zwar hocheffizient, aber auch einschneidend. «Soziale Distanz» war uns bis anhin fremd. All das wird unser Verhalten in und als Gesellschaft verändern. Wichtig ist, dass wir lernen, diesen tiefgreifenden sozialen Wandel zu meistern.
Eines ist sicher: Wir stehen am Anfang einer weitreichenden Analyse.

So viel vorab zu meinem Austausch mit Thomas Renggli.

Gilles Marchand
Generaldirektor SRG SSR

 

 

Thomas Renggli, Die Schweiz steht steht still
eBook-ISBN 978-3-03812-802-1
Erhältlich bei: weltbild.ch

 

 

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